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Was hat ein Mensch der sich über seinen eigenen Wert nicht sicher ist mit einer Aktie gemeinsam?

… in beiden Fällen, hängt der WERT (fast) ausschließlich von äußeren Dingen ab.

Fangen wir mal so an:

Alles was wir tun – also wie wir denken und uns verhalten, ist das Ergebnis unserer vergangenen Erlebnisse.

Es geht mir hier nicht darum, der Vergangenheit, unseren Eltern oder wen/was auch immer die Schuld zu geben. Das wäre sinnlos und würde uns nur machtlos erscheinen lassen (was wir nicht sind). Es geht mir um das tiefe Verständnis, das uns dann dabei hilft, Mitgefühl für uns selbst zu entwickeln anstatt uns immer schlecht zu fühlen, dass wir bestimmte Dingen tun/ fühlen.

Ich erinnere mich noch sehr gut an meiner ersten Beziehung. Ich war fast 17 und er drei Jahre älter. Wenn es zum Streit kam war es mir (unbewusst) am wichtigsten, dass ich ihm zeigen konnte, dass mir alles egal ist, inklusive er. Zumindest soll es so rüber kommen, doch innerlich habe ich gehofft, dass er zu mir kommt und mich fragt bzw. mich „anbettelt“ /um Verzeihung bittet ( egal ob es mein oder sein Fehler war). Das tat er dann auch. Er unternahm oft mehrere Versuche. Fragte mich was ich denn hätte, warum ich jetzt so kalt wäre usw. Und ich habe, wenn überhaupt nach dem zehnten Mal geantwortet. Je länger er „um mich kämpfte“, desto besser fühlte ich mich. Jetzt rückblickend, muss ich ihm das hoch anrechnen. Er hatte unglaublich viel Geduld mit mir gehabt.

Doch GENAU das war das „Problem“.

Für den Moment fühlte sich das für mich gut an – sicher nicht für ihn. Sein Kampf um mich gab mir ein Gefühl des Gebrauch werden. Ein Hauch der Wertsteigerung bzw. das Gefühl überhaupt einen Wert zu haben.

Für mich war es war ein Machtkampf den es zu gewinnen gilt. Doch ich habe nicht gewonnen sondern mit jedem Streit nur mehr verloren.

Ich habe verloren, weil ich mit jedem Mal dieses destruktive und zerstörerische Verhalten durch stetige Wiederholungen gefestigt habe.

Verloren, weil ich meinen eigenen Wert von einem anderen Menschen abhängig mache und somit wie ich mich fühle, in den Händen eines anderen Menschen lege – ihm die ganze Macht gab.

Verloren weil ich nie erkannt habe, dass der „Sieg“ die Leere in mir nicht füllen kann und mein Wert sich dadurch auch nicht steigern lässt.

Alles was ich erreicht habe ist, eine kurzfristige Befriedigung. Es ist wie eine Droge. Man muss die Dosis steigern und ist immer auf der Suche nach mehr. Mehr Bestätigung. Mehr Anerkennung. Man spürt sie ja selbst nicht. Es ist wie ein Fass ohne Boden.

Es geht nicht auch nicht nur um das Anbetteln, die kalte Schulter zeigen oder dem anderen das Gefühl geben, dass er nicht wichtig ist. Der „falsche Stolz“ hat viele Gesichter. Er zeigt sich in Manipulationen, Spiele spielen ( ich schreib erst wenn er schreibt…)usw. Er hat zwar viele Gesichter, kommt aber nur aus einer Quelle – die Quelle des Selbstzweifels/ der Unsicherheit über den eigenen Wert.

Falls Du das Gefühl kennst, möchte ich Dir paar Dinge sagen, in der Hoffnung Dich dabei zu unterstützen, das zu tun, was Deinem Wohl dienlich ist: 

( Ich weiss es ist alles andere als leicht. Aber bitte liebe Seele habe Geduld mit Dir, Du brauchst Dich, Deine Liebe und Mitgefühl jetzt am meisten).

Mach Dir klar, dass Dein Wert niemals veränderbar ist und nicht durch irgendetwas / irgend jemand im AUSSEN reduziert oder gesteigert werden kann. Du bist KEINE AKTIE derer Wert aufgrund der äußeren Umstände (Wirtschaft, Politik und Gesellschaft) steigt oder fällt.

( An alle die ihren Wert von ihren Äusserlichkeiten abhängig machen (kenne ich all zu gut) was niemandem bei der heutigen Gesellschaft zu verübeln ist, aber : Je mehr ihr das macht, desto tiefer wird der Fall, wenn ihr das Aussehen einmal nicht mehr habt. Fangt jetzt schon an euren Wert langsam unabhängig von irgendeinem Verhalten, Aussehen, Job abhängig zu machen. Freundet Euch lieber mit dem Gedanken an, dass ihr ohne alles, einfach so ohne etwas zu tun, wertvoll seid).

– Denn Dein WERT ist eine innere Angelegenheit. Unsichtbar und ohne jeden Zweifel höchst wertvoll. Nichts im Aussen kann je etwas daran ändern, egal wie sehr die eine Stimme in Dir versucht Dir vom Gegenteil zu überzeugen. Dein Wert bleibt von Deiner Geburt bis zu Deinem Tod GLEICH. Er ist von nichts und niemand abhängig. Punkt.

Mach Dir vor allem klar, dass das Kräftemessen generell aber besonders in einer Liebesbeziehung nur Verlierer produziert. Auch wenn du scheinbar gewinnst, verlierst Du am Ende. Denn erstens zeigt dieses Verhalten, dass Du (eventuell) das Bedürfnis hast, Deinen Wert damit zu steigern. Wozu sonst musst Du unbedingt gewinnen? Damit Du Dich selbst besser fühlst. Aber dann machst Du Deine Zufriedenheit vom Gewinnen des Arguments abhängig. Ist es der Stress wert?

DAS WICHTIGSTE: durch die Aktionen des falschen Stolzes wird Deine innere LEERE und auch Deine Unsicherheit über Deinen Wert nicht verschwinden.

Weder der größte Erfolg noch der beste Partner der Welt könnte die Leere in Dir füllen. Dies ist Deine persönliche Angelegenheit. Sei Dir bewusst, dass Du durch dieses destruktive Verhalten GAR NICHTS dazu gewinnst, sondern nur mehr und mehr verlierst. Der tragischste Verlust dabei?

Verlust der Verbindung zu Dir selbst.

Alles Liebe

Mayana

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