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Warum Du gerne leidest – Teil 2

Willkommen zum 2.Teil!

Hierin möchte ich Dir ein paar Denkanstösse anbieten, die Dir möglicherweise helfen, sinnloses Leiden bewusst wahrzunehmen und zu verändern.

(Sinnloses Leiden meint hier weder Depression als eine ernsthafte psychische Krankheit noch der Verlust eines geliebten Menschen).

Zunächst ist dies das Wichtigste, was Du Dir im Veränderungsprozess merken kannst:

Dein selbst erschaffendes LEIDEN ist ein Schrei nach LIEBE!

Du bist weder ein schlechter Mensch noch ist es unmöglich dieses Leiden zu beenden.

Entwickle Mitgefühl für Dich selbst anstatt Dich dafür zu verurteilen (denn wenn Du Dich dafür runtermachst, befindest Du Dich wieder in dieser Negativspirale und der Teufelskreis des sinnlosen Leidens kann nicht unterbrochen werden). Mitgefühl ist hingegen heilend und sanft. Es ist ein Ausdruck der Liebe und füllt Dein Herz mit Verständnis.

(Jedoch soll Mitgefühl nicht mit Selbstmitleid verwechselt werden. Denn Selbstmitleid geht oft mit dem unterschwelligen Zweifel an dem eigenen Wert bzw. an der eigenen Macht zur Veränderung, einher).

Um Dein (destruktives) Verhalten genauer verstehen zu können, ist es wichtig zu wissen, dass es sechs unterschiedliche emotionale Bedürfnisse gibt, die alle Denk- und Verhaltensvorgänge steuern.

Diese Bedürfnisse sind bei jedem Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt.

Es sind Bedürfnisse nach:

1. (emotionaler) Sicherheit

2. Abwechslung ( Abenteuer, ständig was Neues erleben…)

3. Anerkennung / dem Gefühl der eigenen Wichtigkeit (Signifikanz), Bestätigung

4. Liebe und Verbundenheit (mit anderen Menschen)

5. Persönlichem Wachstum (sich geistig /spirituell weiterentwickeln, mehr verstehen und lernen..)

6. etwas Wichtiges für die Gesellschaft leisten

Jetzt analysierst Du welche der oben genannten Bedürfnisse Du durch Dein Verhalten zu stillen versuchst und vor allem WIE (auf negativer oder positiver Weise):

Ein Beispiel:

Wenn „Anerkennung“ bzw. „Bestätigung“ Dein stärkstes Bedürfnis ist …

. gibt verschiedene Wege dieses Bedürfnis zu stillen:

Negativer, Dir NICHTdienlicher Weg:

– Du verlagerst Deine Suche nach Aufmerksamkeit/Anerkennung fast vollständig nach Aussen = begibst Dich damit in die Abhängigkeit von anderen Menschen und Umständen

(d.h Dein Verhalten und Deine Gedanken werden hauptsächlich von dem Wunsch, wie Du von anderen wahrgenommen werden willst, beeinflusst … warum Facebook so erfolgreich ist, liegt auch vor allem daran, dass viele Menschen dieses starke Bedürfnis nach Anerkennung/ Aufmerksamkeit und Bestätigung am leichtesten darüber stillen können).

Das entsprechende Verhalten:

ständiges Beklagen ohne sich wirklich Mühe zu machen etwas an der Situation zu ändern ( es ist einfach leichter im alten Verhaltensmuster zu bleiben, weil es das ist, was man kennt = es gibt einem Menschen emotionale Sicherheit, auch wenn man selbst weiss, dass es einem schadet)

negative Erfahrungen aus der Vergangenheit immer wieder hervor holen und sich selbst bemitleiden oder um Mitleid/ Aufmerksamkeit von anderen zu bekommen

andere (oder sich selbst) verbal / körperlich angreifen, (ungefragt) andere kritisieren, über andere lästern, sie bloßstellen usw., Lügen verbreiten um andere zu schaden

auf eine unangemessene Weise öffentlich (z.B in sozialen Netzwerken) sich und/ oder seinen (angeblichen vorhandenen) materiellen Besitz zur Schau stellen

(es gibt weit aus mehr Möglichkeiten um seine Anerkennung/ Aufmerksamkeit auf negativer Weise bestätigt zu bekommen)

Positiver, Dir und anderen Menschen dienlicher Weg:

– Dein Bedürfnis nach Anerkennung/ Bestätigung suchst Du (bewusst) hauptsächlich in Dir selbst = Unabhängigkeit von anderen Menschen und Umständen

Das entsprechende Verhalten:

Verantwortung für das eigene Leben übernehmen ( seinen eigene Persönlichkeit gut zu kennen, eigene Ziele und Wünsche ausfindig machen und sie verwirklichen)

Hilfsbereit gegenüber anderen sein, ihnen Mut zusprechen und unterstützen

Sich sozial engagieren

durch Bücher seine Persönlichkeit weiterentwickeln/ Selbstreflektion (bestrebt sich selbst und andere besser zu verstehen = friedlicheres Miteinander → positive Wirkung auf andere = Aufbau des Selbstwerts)

Sicher gibt es noch weitere Möglichkeiten, um das Bedürfnis nach Anerkennung auf positiver Weise zu stillen.

Mir geht’s mit diesem Beispiel zunächst nur darum, dass Du erkennst WIE Du Deine Bedürfnisse zu stillen versuchst. Vielleicht fühlst Du Dich daraufhin inspiriert Dein Verhalten etwas näher zu betrachten und ggf. Veränderungen einzuleiten, die Dir helfen, ein glückliches und erfolgreiches Leben zu führen, das Du verdienst.

Ich möchte noch einen sehr hilfreichen Gedanken erwähnen, der meistens auch zutrifft, wenn Du Dich und Deine Mitmenschen genauer analysierst. Vielleicht hilft er Dir in schwierigen Situationen mehr Mitgefühl für andere Menschen (die auf negativem Wege ihre Bedürfnisse zu stillen versuchen) zu entwickeln. Oder auch mehr Mitgefühl Dir selbst gegenüber zu haben:

ONLY HURT PEOPLE, HURT PEOPLE“ ( Unbekannt)

(nur verletzte Menschen, verletzen andere Menschen)

Wann also ein Mensch Dir gegenüber unfair und verletzend agiert, kannst DU immer davon ausgehen, dass es ihm/ihr (emotional/körperlich) selbst nicht gut geht. Unzufriedenheit mit sich selbst und mit dem eigenen Leben ist meistens der Grund für ihr grobes Verhalten. Natürlich musst Du nicht alles hinnehmen, aber frage Dich was Du davon hast, wenn Du diese negative Stimmung auch noch in Dein Leben holst anstatt es einfach zu ignorieren falls möglich. Und umgekehrt, versuch bewusst zu schauen was Du zu Dir selbst oder zu anderen sagst oder was Du machst. Hab Mitgefühl mit Dir selbst falls Du erkennst, dass Du Deine Bedürfnisse auf Kosten anderer zu stillen versuchst und ändere es.

Gib Dir selbst alles was Du Dir so sehr von anderen wünscht. Vor allem aber gib Dir Zeit dies auch zu können.

In Liebe und Respekt,

Mayana

 

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