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Manchmal muss man sich verlieren, um sich zu finden

Hier sitze ich nun, vor mir unendlich viele Bücher und Texte, die gelesen werden müssen. Ich befinde mich nämlich in der Endphase meines Studiums. Aber nichtsdestotrotz habe ich in den letzten Monaten mit Leidenschaft an meinem Projekt „Der Weg eines erfolgreichen und erfüllten Lebens“ gearbeitet. Wenn es wirklich so etwas wie Bestimmung gibt, dann habe ich meine gefunden. Auch wenn sie mich extrem herausfordert, erfüllt sie mein Leben mit Klarheit, Sinn, Energie und Liebe. Es könnte sich nicht besser anfühlen. Aber ehrlich gesagt, habe ich das nicht mehr für möglich gehalten. Denn abgesehen von einigen Ups wurde mein Leben eher von ständigen (mentalen) Downs überschattet. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich morgens aufgewacht bin und das Leben voller Freude begrüßt habe. Die tiefe Unzufriedenheit mit mir und meinem Leben und die vielen schmerzlichen Emotionen, die wie eine zweite Haut an mir hafteten, prägten mein Dasein auf eine beängstigende Weise.

Nach Aussen hin wirkte ich selbstsicher, stark und immer “gut drauf“. Aber das Bild stimmte nur bedingt. Denn in mir herrschte ein Kampf, der brutaler hätte nicht sein können.

Ich gegen Mich.

Zwar wusste ich, dass ich mehr kann und mehr bin, aber diese Stimme war sehr leise. Ich war viel lieber damit beschäftigt, meinen Fokus auf das Negative in meinem Leben zu richten und verletzte auf diese Weise immer wieder die moralische Pflicht, mich selbst gut zu behandeln. Durch die stetige Auseinandersetzung mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung war mir zwar klar, dass ich es bin, die sich verändern muss, bevor sich im Außen etwas verändert, aber ich war unfähig diese Wahrheit umzusetzen. Rückblickend war es ein Leben ohne Ziel, ohne inneren Halt, ohne nachhaltiger Freude und Frieden.

Auch wenn ich hier alles so “locker” niederschreibe, weiß ich nicht, ob Worte jemals solche Gefühle der Ohnmacht, der Verzweiflung und der tiefen Traurigkeit beschreiben in der Lage wären.

Aber warum entkleide ich mich nun seelisch? Die Antwort ist einfach: Ich möchte meine Geschichte als Beispiel nehmen, um zu zeigen, dass jeder Mensch – in welcher Lebenslage er sich auch immer befinden mag – die Macht hat, sein Leben in die gewünschte Richtung zu lenken. Ich bin fest von davon überzeugt.

Die Frage ist nur: 

Was bist du BEREIT dafür zu tun?

WIE VIEL bist du bereit zu GEBEN?

Und vor allem wie SEHR willst du es?

Der Weg wird manchmal steinig sein, aber ich gebe mein Bestes, um dir verständlich zu machen, wie du diese Steine aus dem Weg räumen kannst.

In den letzten Monaten habe ich nicht nur existiert, ich habe gelebt. Bin immer wieder gefallen und bin immer wieder aufgestanden. Entscheidend war vor allem, dass ich unaufhörlich nach Methoden und Vorbilder gesucht habe, die mich von Innen stärken. Ich habe immer weiter gemacht, egal welche Ängste und Selbstzweifel noch spürbar waren. Die wichtigste Lektion war deshalb: Fokus und weiter machen. Tief durchatmen und den Weg fortsetzen.

“Es geht hier um mehr als um dein eigenes Glück. Dieses Projekt ist eine Mission”. Dies war ein Gedanke, der mir stets dabei half (und noch hilft), all die kräftezehrenden Momenten zu überwinden.

Ich habe noch einen langen Weg vor mir. Doch anders als früher, möchte ich ihn mit Klarheit, Mut, Kraft, Liebe, Freude und Enthusiasmus gehen. 

Heute bin ich zutiefst dankbar für all die dunklen Momenten in der Vergangenheit, denn ich weiß nun, dass sie einen Sinn haben.

… Ich musste mich erst verlieren, um mich zu finden.

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