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Ein Trick der Dir hilft unangenehme Aufgaben anzupacken anstatt sie aufzuschieben

 

Ob in der Schule/ Uni, im Job oder im Privatleben, wir alle haben in diesen Bereichen schon einmal (oder öfter) unangenehme Aufgaben aufgeschoben.

 

Der Grund ist natürlich, simple und Dir sicherlich nicht neu: Wir wollen Schmerz vermeiden.

Die Kraft der Schmerzvermeidung ist oft VIEL größer und stärker als all die vielversprechenden positiven Erfahrungen und Gefühle die mit der Erledigung der unangenehmen Dinge einhergehen könnten. (Tony Robbins)

 

Ein Beispiel: Eine Hausarbeit steht bevor. Nun kommt es drauf an, wie Deine bisherigen Erfahrungen mit Hausarbeiten waren. Je weniger Erfolg Du in der Vergangenheit mit dem Schreiben von Hausarbeiten hattest, desto mehr Stress verbindest Du jetzt mit dem Schreiben und desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass Du dies immer wieder aufschiebst.

 

 

Auch wenn Du Dir vorstellen kannst, wie toll Du Dich fühlen würdest, wenn Du sie fertig hast und abgeben kannst, werden Deine Emotionen/Gefühle (Erlebtes aus der Vergangenheit) immer stärker als das sein was Du (rational) weisst. So werden vergangene schmerzliche Erfahrungen die Oberhand übernehmen und Dich vom Schreiben fernhalten. Weisst Du warum Du dann sogar lieber aufräumst oder saubermachst oder andere Dinge die Dir normalerweise ebenso unangenehm erscheinen? Weil sie im Gegensatz zum Schreiben WENIGER unangenehm sind. (Weil aufräumen zwar nervig ist, aber Du kannst da wenig falsch machen, keine LEISTUNG /Versagen ist damit verbunden – anders als bei der Hausarbeit).

 

Wie gesagt, die Kraft in uns, die versucht Schmerzen (unangenehme Gefühle) zu vermeiden ist stärker als jedes Verlangen nach privatem /beruflichem Erfolg oder einem bestimmten Aussehen (beim Abnehmen ist der Schmerz auf leckere Dinge zu verzichten viel stärker als der Wunsch schlank zu sein, deshalb scheitern die meisten) usw.!

 

Manche Menschen nutzen (unbewusst) genau diese Kraft um Unglaubliches in ihrem Leben zu leisten. Zum Beispiel ist für sie das Gefühl des Misserfolgs, einer Krankheit, des Verlustes so schmerzlich, dass es keine Aufgabe gibt die unangenehmer sein kann, als das Gefühl des Misserfolgs (u.ä.).

Jemand der in seiner Kindheit in einer sehr schwierigen finanziellen Situation leben musste und deswegen gehänselt und vielleicht sogar von anderen Freunden verachtet wurde, schwört sich eines Tages alles zu tun um diese schmerzliche Erfahrung als Erwachsener nicht mehr machen zu müssen. Und diese Kraft der Schmerzvermeidung schlägt alle Niederlagen und wird demjenigen zum Erfolg verleiten.

Man kann diese „destruktive“ Kraft also auch nutzen.

 

Ich selbst „kämpfe“ manchmal auch noch mit dieser Kraft der Schmerzvermeidung. Jedoch die Ursache für das Aufschieben zu kennen und sich diese immer wieder bewusst zu machen, hilft mir dabei immer besser damit umgehen zu können und diese Kraft zu meinem Gunsten zu nutzen.

Neben der Bewusstheit über die Ursache, gibt einen kleinen Trick der Dir helfen kann, Dinge nicht mehr aufzuschieben:

Was immer Du zu erledigen hast, egal ob diese Dinge die schlimmsten Gefühle in Dir hervor bringen oder es Dir ganz schlecht wird nur beim Gedanken daran, Du musst Dich dazu bringen sie zu TUN und zwar jeden TagAber, nur für 10 Min!

Mach Dir eine Liste was Du zu tun hast – Übersicht = Klarheit = Vermeidung vom Gefühl des Überwältig-seins

Stell den Alarm. Nicht mehr als 10 Min.

Ja, auch wenn es um eine Bachelorarbeit geht! Ich weiss, diese verlangt normalerweise stundenlange Recherchearbeit und Du denkst Dir vielleicht: 10 Min, was soll das bringen? Naja soviel, wenigstens 100Min. (10 Min. /Tag, 10 Tagen 100Min.) dran gesessen hast anstatt an die stundenlange Recherchearbeit denkst und erst gar nicht anfängst (also 0 Min in 10Tagen).

 

Der Gedanke der Dich am meisten daran hindert, dass Du eine Sache anfängst ist:

Es ist ZUVIEL!

z.B Zuviel was ich noch für die Hausarbeit lesen muss.., zu viele Klienten die ich noch kontaktieren muss, zu viele Kilos die ich noch loswerden muss, zuviel Zeit die ich darin investieren muss usw… und da die meisten Menschen auch noch ungeduldig sind, bleibt dem Gehirn ja nichts anderes übrig als Dir das „Aufschieben“ Signal zu geben (denn es arbeitet FÜR Dich und will Dir wenig Schmerzen wie möglich bereiten).

 

Mit diesem Trick aber überwindest Du genau dieses Hindernis. Meist wirst Du von alleine länger dran arbeiten (für den Anfang aber halte die „10 Min.“ Grenze ein!)

Glaub mir Du wirst Dich besser fühlen– UND kommst tatsächlich voran (auch wenn es nur kleine Schritte sind). In jedem Fall ist es besser als gar nichts zu tun / aufzuschieben.

 

Viel Erfolg!

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