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Der Grund warum Du leidest und es auch gerne tust…

Es gibt Menschen die gerne über ihre Probleme reden. Es scheint fast so, als würden sie es genießen darüber zu reden bzw. in diesen negativen Gefühlszustand zu sein. Sie freuen sich regelrecht auf das nächste Treffen mit der besten Freundin/dem besten Freund (oder wer sich auch immer anbietet), um darüber zu reden, wie schrecklich ihr Leben doch sei, wer sie wieder enttäuscht hätte, wie gerne sie doch das Leid und den Schmerz beenden wolle, es aber nicht könne…

Warum ? Oft weil sie gerne leiden…

In diesem Beitrag möchte ich Dir erklären, welche Emotionen möglicherweise dahinter stecken. 

Es geht mir hierbei nicht um wirkliches Leid wie Verlust eines geliebten Menschen (oder um Depression als eine ernsthafte psychische Krankheit). Ich spreche von Menschen die sich unbewusst /bewusst gerne mit Probleme beschäftigen (wie sich Sorgen machen, Misstrauen, Zweifel, negative Erfahrungen aus der Vergangenheit immer wieder vor Augen führen und sich selbst bemitleiden, nichts an der Situation ändern aber immer wieder darüber reden wollen usw.). Es geht hier also um ein Verhaltensmuster, das über eine längere Zeit negativ auf das Leben des Betreffenden auswirkt, dieser jedoch nicht den Weg daraus finden kann (oft unbewusst auch nicht will, da mit diesem Verhalten bestimmte Bedürfnisse gestillt werden). 

Aber warum leidet ein Mensch gerne, bzw. warum ist es so schwer sich von negativen Situationen, Beziehungen, Erinnerungen, Vorstellungen oder Menschen zu lösen?Offensichtlich strebt doch jeder nach Glück, Zufriedenheit und Freude aber warum ist “Leiden” für manche Menschen dennoch so „wichtig“?

Weil sie:

  • ihre Identität darin suchen und finden = Sehsucht nach Sicherheitso paradox es auch klingt und auch wenn sie rational verstehen, dass unnötige Angst, Sorgen oder Misstrauen unbegründet sind, gibt es eine Verbindung zwischen der „Sucht“ nach negativen Emotionen und dem Gefühl der Sicherheit → die negativen Gedanken dient in vielen Fällen als “emotionales Zuhause”. Wenn wir etwas immer wieder tun, wird dies zur Gewohnheit und jede Gewohnheit, so negativ diese auch auf unser Leben auswirkt, gibt uns eine gewisse innere Stabilität. Und eines der wichtigsten emotionalen Bedürfnisse eines Menschen, ist das Bedürfnis nach Sicherheit. WEIL wir dieses Verhalten seit Jahren durchführen, fühlt es sich irgendwann vertraut an. Und so verlieren wir uns in negativen Gedanken und Handlungen. Je öfter wir unbewusst wieder dem negativen Gedanken und Gefühlen hingeben, desto fester wird dieses Verhalten als Identität wahrgenommen. Wir sagen dann: “Ich BIN…(dies und jenes)”. Wir identifizieren uns mit diesem Verhalten und so lange wir uns dies nicht bewusst sind und wir nicht lernen uns anders zu verhalten, werden wir uns immer mehr darin verlieren. Dieses destruktive Verhalten beeinflusst unsere Beziehungen, Gesundheit, berufliche Weiterentwicklung und unser persönliches Glück. Die Frage ist : Welche Identität wählst Du von nun an?                                                                  
  • Aufmerksamkeit von anderen erstreben = eigene Relevanz / Wichtigkeit / eigenen Wert suchen                                                               wenn manche Menschen ihre eigene Wichtigkeit nicht in sich selbst spüren, ist Leiden oder grundloses Angreifen (verbal oder nonverbal), oft eine Methode um von anderen Menschen ihren Wert bestätigt zu bekommen, oder um ihre eigenen Wert in sich zu spüren (auch wenn es nur für eine kurze Zeit anhält). Unbewusst wollen sie für diesen Moment die volle Aufmerksamkeit haben und sie bekommen sie auch da sie ihre Leidensgesichte erzählen, Gewalt anwenden oder auf andere negative Art und Weise sich auffallend verhalten. Das Bedürfnis nach der eigenen Relevanz gehört ebenso zu den sechs fundamentalen menschlichen (emotionalen) Bedürfnisse (neben dem Bedürfnis nach Liebe & tiefe Verbundenheit, Sicherheit, persönliches Wachstum, Abwechslung/Spannung, Beitrag zur Gesellschaft leisten – Anthony Robbins). Es ist sehr wichtig, seine seiner eigenen Bedürfnisse bewusst zu sein und noch wichtiger ist, diese auf positive Weise stillen zu wollen. Statt seine eigene Relevanz z.B durch Streit erstreben zu wollen, kann man Wege finden um diese in sich zu stärken, in dem man seine eigenen Ziele verfolgt, oder aber auch anderen hilft.                                                                                                                                                                                                                               Ich möchte Menschen die (gerne) leiden nicht persönlich angreifen, da ich aus eigener Erfahrung weiss, dass sie das Produkt ihrer Vergangenheit und ihrer Erfahrungen sind. Ich habe ein tiefes Mitgefühl, weil ich sie verstehe. Alles was ich möchte ist, Dich (wenn Du zu diesen Menschen zählst) unterstützen. Die eben genannten Gründe sollen Dir klar machen, dass wir unsere Bedürfnisse manchmal auf negative Weise stillen. Ich hoffe Du nimmst Dir etwas Zeit und analysierst warum Du :                              
    • etwas tust (grundlos zu leiden )
    • etwas nicht tust (damit aufzuhören)
    • wofür Dein Leben stehen soll
    • was Du Dir selbst schuldig bist
    • Deine Vergangenheit und die Erfahrungen / Beziehungen zu den wichtigsten Menschen in Deinem Leben ( diese bilden die Grundlage für all Deine Handlungen, da sie ein gewisses Glaubenssystem in Dir gebildet haben)                  

    Im zweiten Teil möchte ich Dir einige Lösungen anbieten, die Dich dabei unterstützen können, diese schädliche Verhaltensweise abzulegen.

     

2 Kommentare zu “Der Grund warum Du leidest und es auch gerne tust…

  1. Liebe Thao,
    es ist laaange her, dass wir miteinander sprachen… Umso mehr freue ich mich deinen inspirierenden und zum Nachdenken anregenden Blog gefunden zu haben! Viele Menschen probieren leider immer noch und das, in extremer Art und Weise ihr Selbstwert und ihre Bedürfnisbefriedigung über negative Verhaltensmuster zu generieren. Ich erlebe dieses als oft sehr anstrengend und es birgt auch, die ein oder andere Herausforderung, in dem man eben diese Muster nicht mehr bedient!
    Alles Liebe – Die Maren von http://www.hippi4life.de

    1. Vielen lieben Dank für Deine Gedanken Maren. Freu mich sehr, Dich hier “wieder zu sehen”;)

      ich habe (weil ich es auch manchmal bei mir beobachtet hatte) viel Mitgefühl für Menschen die damit noch zu kämpfen haben… die Ursachen sind so tiefgründig u komplex. Es fängt bei den Eltern und der Gesellschaft an. Erwachsene sind die Kinder von gestern und wenn sie nicht in Liebe und Frieden aufgewachsen sind, ist es schwer sich dort rauszuholen. Aber immer mehr Menschen werden sich ihres Verhaltens bewusst und das ist der erste Schritt bevor die nachhaltige Veränderung Platz nehmen kann.

      Dein Blog ist sehr schön!! Glückwunsch;) hoffentlich bis bald;)

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